Es ist nicht wichtig, WAS DU tust, sondern WIE DU es tust

Petra Schreiber • 16. Januar 2026

Ein Aphorismus zum Jahresauftakt

Liebe Leserinnen und Leser,

willkommen im neuen Jahr! Ich freue mich, Sie auch 2026 wieder mit meinen Aphorismen zu begleiten – kleinen Denkimpulsen, die uns im beruflichen wie im privaten Alltag innehalten lassen.

Zum Jahresbeginn möchte ich mit einem Aphorismus starten, der mir besonders am Herzen liegt:

„Es ist nicht wichtig, WAS du tust, sondern WIE du es tust.“

Dieser Satz klingt simpel, doch er trägt eine tiefe Wahrheit in sich, die ich in über 35 Jahren Berufserfahrung immer wieder bestätigt sehe.

Die Magie des WIE

Wir leben in einer Zeit, in der wir ständig nach dem perfekten Job, der idealen Position, dem prestigeträchtigsten Projekt suchen. Das WAS steht im Vordergrund: Was mache ich? Welchen Titel trage ich? Welches Gehalt verdiene ich?

Doch die entscheidende Frage lautet: WIE gehe ich an meine Aufgaben heran?

Das WIE umfasst:

  • die Haltung, mit der Sie morgens zur Arbeit gehen,
  • die Achtsamkeit, die Sie Ihren Aufgaben schenken,
  • die Wertschätzung, die Sie Kollegen und Kunden entgegenbringen,
  • die Sorgfalt, mit der Sie auch kleine Dinge erledigen,
  • die Balance, die Sie zwischen Engagement und Selbstfürsorge finden.

Vom Perfektionismus zur Exzellenz

Als Burnout-Coach erlebe ich oft Menschen, die sich im WAS verloren haben. Sie jagen dem nächsten Karriereschritt hinterher, übernehmen immer mehr Verantwortung, wollen in allem perfekt sein – und verlieren dabei sich selbst.

Das WIE hingegen bringt uns zurück zu uns selbst. Es fragt nicht nach Perfektion, sondern nach Präsenz. Es geht nicht um höher, schneller, weiter, sondern um die Qualität unseres Tuns.

Eine E-Mail kann lieblos in zwei Minuten abgeschickt werden – oder mit echter Aufmerksamkeit für den Empfänger formuliert sein.

Ein Kundengespräch kann abgehakt werden – oder als echte Begegnung stattfinden.

Ein Projekt kann unter Druck abgeliefert werden – oder mit der inneren Ruhe, die aus echter Kompetenz erwächst.

Die Kraft der bewussten Haltung

Das WIE entscheidet nicht nur über die Qualität unserer Arbeit, sondern auch über unsere Zufriedenheit. Wenn wir mit Achtsamkeit und innerer Klarheit an unsere Aufgaben herangehen, stärken wir unsere Widerstandskraft gegen Stress und Überforderung.

Das bedeutet nicht, dass wir weniger leisten. Im Gegenteil: Wer sein WIE pflegt, arbeitet oft wirksamer und nachhaltiger als jemand, der sich in hektischem Aktivismus verliert.

Ihr Impuls für 2026

Nehmen Sie sich in diesem Jahr bewusst Zeit für Ihr WIE:

  1. Beobachten Sie sich selbst. Mit welcher Haltung gehen Sie an Ihre täglichen Aufgaben heran? Wo arbeiten Sie im Autopilot-Modus? Wo könnten Sie mehr Präsenz einbringen?
  2. Experimentieren Sie. Wählen Sie eine alltägliche Tätigkeit – ein Meeting, einen Bericht, ein Telefonat – und führen Sie diese bewusst anders aus. Langsamer. Achtsamer. Mit mehr innerer Ruhe.

Sie werden staunen, wie sehr sich nicht nur das Ergebnis verändert, sondern auch Ihr eigenes Empfinden.

Herzlichst
Ihre Petra Schreiber
Step and Talk – Coaching & Training für Menschen in Verantwortung


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