Teil 3: Mental Load – warum wir erschöpft sind, obwohl wir nur gedacht haben

Petra Schreiber • 24. März 2026

Haben Sie jemals das Gefühl, nach einem langen Arbeitstag völlig erschöpft zu sein – obwohl Sie gar nicht körperlich aktiv waren? Dann kennen Sie Mental Load: die unsichtbare Last des permanenten Denkens, Planens, Priorisierens und Organisierens – im Beruf wie im Privatleben.

Mental Load ist nicht das, was wir tun. Es ist das, was wir gleichzeitig im Hinterkopf verwalten.

Die offene E-Mail, die Deadline morgen früh, das Geburtstagsgeschenk für den Kollegen, der Arzttermin der Kinder, die ungeklärte Frage vom letzten Meeting, der Kalender, der schon wieder zu voll ist.

In Burnout-Prozessen spielt Mental Load eine unterschätzte Rolle. Wer dauerhaft unter kognitiver Überlast steht, verliert Konzentration, Entscheidungsfreude und emotionale Belastbarkeit – lange bevor die klassischen Burnout-Anzeichen sichtbar werden.

Zeichen für Mental Load

  • Schwierigkeiten, nach der Arbeit abzuschalten
  • Das Gefühl, immer „auf Stand-by“ zu sein
  • Gereizte Reaktionen auf kleine Probleme
  • Zunehmende Vergesslichkeit und Konzentrationsprobleme
  • Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Schlafstörungen – die Sie bitte auch ärztlich abklären lassen

Was hilft?

  1. Sichtbar machen. Mental Load verliert einen Teil seiner Macht, wenn er benannt und geteilt wird.
  2. Priorisieren, delegieren, loslassen. Nicht alles, was im Kopf kreist, braucht sofortige Aufmerksamkeit.
  3. Pufferzeiten einplanen – als feste Termine mit sich selbst.

Mental Load zu reduzieren ist keine Frage der Disziplin. Es ist eine Frage der Struktur – und der Erlaubnis, nicht immer alles gleichzeitig im Blick haben zu müssen.

Herzlichst
Ihre Petra Schreiber
Step and Talk – Coaching & Training für Menschen in Verantwortung


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