Teil 3: Mental Load – warum wir erschöpft sind, obwohl wir nur gedacht haben
Haben Sie jemals das Gefühl, nach einem langen Arbeitstag völlig erschöpft zu sein – obwohl Sie gar nicht körperlich aktiv waren? Dann kennen Sie Mental Load: die unsichtbare Last des permanenten Denkens, Planens, Priorisierens und Organisierens – im Beruf wie im Privatleben.
Mental Load ist nicht das, was wir tun. Es ist das, was wir gleichzeitig im Hinterkopf verwalten.
Die offene E-Mail, die Deadline morgen früh, das Geburtstagsgeschenk für den Kollegen, der Arzttermin der Kinder, die ungeklärte Frage vom letzten Meeting, der Kalender, der schon wieder zu voll ist.
In Burnout-Prozessen spielt Mental Load eine unterschätzte Rolle. Wer dauerhaft unter kognitiver Überlast steht, verliert Konzentration, Entscheidungsfreude und emotionale Belastbarkeit – lange bevor die klassischen Burnout-Anzeichen sichtbar werden.
Zeichen für Mental Load
- Schwierigkeiten, nach der Arbeit abzuschalten
- Das Gefühl, immer „auf Stand-by“ zu sein
- Gereizte Reaktionen auf kleine Probleme
- Zunehmende Vergesslichkeit und Konzentrationsprobleme
- Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Schlafstörungen – die Sie bitte auch ärztlich abklären lassen
Was hilft?
- Sichtbar machen. Mental Load verliert einen Teil seiner Macht, wenn er benannt und geteilt wird.
- Priorisieren, delegieren, loslassen. Nicht alles, was im Kopf kreist, braucht sofortige Aufmerksamkeit.
- Pufferzeiten einplanen – als feste Termine mit sich selbst.
Mental Load zu reduzieren ist keine Frage der Disziplin. Es ist eine Frage der Struktur – und der Erlaubnis, nicht immer alles gleichzeitig im Blick haben zu müssen.
Herzlichst
Ihre Petra Schreiber
Step and Talk – Coaching & Training für Menschen in Verantwortung
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