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Achtung: Fachkompetenz kann geschult werden!

Ein Kommentar von Petra Schreiber zum Artikel „Verräterische Muster" - Wie sich das Berufsbild der HRler ändert“.

 

 

Achtung:  Fachkompetenz kann geschult werden!

 

 

Warum lassen HRler zu, dass ihr ureigenstes Aufgabenfeld derart aufgeweicht wird? Wollen sie sich selbst abschaffen und das spannende und interessante HR-Feld Softwareentwicklern- und Programmierern überlassen? Und was bedeutet dies für den künftigen Arbeitsmarkt?

 

Per Definition bezeichnet man die Human Resources als die Ressourcen des Unternehmens in Bezug auf das Wissen, die Fähigkeiten und die Motivation der Mitarbeiter.

 

 

Wenngleich soziale Netzwerke immer mehr an Bedeutung innerhalb des HR-Bereich gewinnen, können Unternehmen, die das Active Sourcing anhand von programmierten Ordnungen angehen, nicht ernstgenommen werden. Wo bleibt der Mensch, der potentielle Bewerber nach dessen Persönlichkeit, seiner Individualität, seiner Gestik, Mimik und Körpersprache bewertet?

 

 

Bewerber sollen künftig also ein „Vorstellungsgespräch“ mit einem PC führen, der von Menschen, die nicht das geringste mit dem HR-Bereich zu tun haben, programmiert wurde. Woher soll der Bewerber die Kriterien der Programmierung kennen? Kann er sich auf Zuverlässigkeit und eine gewissenhafte Auswertung verlassen? Wo bleibt der Datenschutz und wie viele Personen können das „Gespräch“ verfolgen? Kann die programmierte Software erkennen, ob der Bewerber das Prinzip „My Job – my Life“ lebt oder doch eher auf „Nine to fife“ eingestellt ist? Wohl kaum. In der heutigen Welt sind viele ichbezogen und gehen eigennützig ihren Weg, legen aber gleichzeitig großen Wert auf Individualität und Persönlichkeit. Diese Personen sollen sich dann auf Kollege PC verlassen, dass er Fähigkeiten richtig einzuschätzen kann? Ein befremdlicher Weg, der hier beschritten werden soll.

 

 

Doch damit es nie soweit kommt, dass Beschäftigte aus den HR-Bereichen gar nicht mehr mit Menschen persönlich kommunizieren, ist es umso wichtiger, das nur gut geschulte Mitarbeiter mit der Lizenz Interviews erfolgreich zu führen und Körpersprache zu deuten, Lebensläufe richtig zu lesen und Soft Skills zu erkennen, auf Bewerber losgelassen werden. Dazu braucht‘s erfahrenes und gutes Personal im HR, das ein Gespür für Menschen und deren Arbeitsumfeld hat. Denn es sind immer noch die Soft Skills, die im Arbeitsalltag zum Erfolg beitragen. Und nochmals die gute Nachricht: Fachkompetenz kann geschult werden. Ebenso wichtig, ist auch die Wertschätzung für unser Gegenüber, denn dann ist ein HRler in der Lage in jeder Situation richtig zu handeln und vor allem die richtigen Fragen zu stellen. So gelingt vorausschauende Talentgewinnung – und nicht per Software.

 

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