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Unzufrieden im Job - Jobwechsel Ja oder Nein?

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Bevor Sie wechseln - prüfen Sie Ihren beruflichen und persönlichen Standort

 

Sie fühlen sich in Ihrem beruflichen Umfeld nicht mehr wohl, sind mit Ihren Aufgaben oder ihrem Gehalt unzufrieden oder wollen einfach auch mal etwas Neues ausprobieren?

 

Haben sich Ihre Branche oder das Berufsbild gewandelt, haben Sie womöglich Ihren Job verloren?

 

Seit einigen Jahren ist es nun keine Seltenheit mehr, dass Lebensläufe verschiedenste berufliche Stationen darstellen. Da sind z.B. mehrere Berufsausbildungen oder Job- und Branchenwechsel im selben Lebenslauf zu finden. Kein Problem, das zeugt auch von Flexibilität, Mut und Engagement ;-).

 

Das Thema Karriereplanung betrifft sowohl Schul-/Studium-Absolventen, Arbeitssuchende sowie Berufstätige. Karriereplanung heißt auch: Sie müssen wichtige Entscheidungen treffen. Und sie beeinflussen Ihren weiteren beruflichen Verlauf. Und das soll gut durchdacht sein.

 

Ob ein Jobwechsel tatsächlich immer die richtige Lösung ist, finden Sie am besten im Rahmen einer beruflichen und persönlichen Standortbestimmung heraus.

Zumindest ist eine berufliche und persönliche Standortbestimmung für Sie eine sehr gute Grundlage, um die für Sie beste Entscheidung zu treffen. Sie ist wichtig, wenn Sie herauszufinden möchten, ob ein Jobwechsel tatsächlich die Lösung ist, wenn Sie sich im Beruf unzufrieden fühlen oder demotiviert sind. Hier schon ein kleiner Tipp: Wer den Arbeitgeber, seinen Beruf, seinen Job oder die Branche wechseln will, sieht das oft als einzige Alternative zur aktuellen Situation. Die Frustration liegt i.d.R. jedoch entweder an spezifischen Aspekten des aktuellen Arbeitsplatzes oder sie liegt bei der eigenen Persönlichkeit. Also nicht vorschnell handeln, damit ein Jobwechsel für Sie nicht zu einer großen Enttäuschung wird! Bevor Sie etwas unternehmen und einen neuen Karrierepfad einschlagen, nehmen Sie sich genug Zeit, um das eigentliche Problem zu erkennen und zu klären: Wo besteht Ihr konkreter Veränderungsbedarf und wann ist vielmehr eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben nötig?

 

Wie gehen Sie am besten vor?

Ihre Qualifikation, Kompetenzen und Fähigkeiten spielen im Beruf eine wichtige Rolle. Sie sollen möglichst zu Ihren Vorlieben, Zielen und Wünschen passen. Diese sind wiederum geprägt von Ihren persönlichen Werten und Lebensmotiven, die oft im Unterbewussten wirken und aus langjähriger Erfahrung entstanden sind.

Machen Sie sich Ihre Stärken, Kompetenzen und Erfolge bewusst. Überlegen Sie, welche Fähigkeiten Ihnen zu Ihren Erfolgserlebnissen verholfen haben.  Greifen Sie erfolgreiche Situationen aus Ihrem eigenen Leben auf (z.B. der erfolgreiche Abschluss eines Projekts oder die Umsetzung neuer Ideen zur Kundenbindung) Analysieren Sie Ihre Erfolgserlebnisse.

Tipp: Arbeiten Sie sich z.B. an Ihrem Lebenslauf entlang, der gibt Ihnen unendlich viele Beispiele dafür. Dabei werden Sie auch erfahren, dass Ihnen Ihre besonders wertvollen Kompetenzen meist gar nicht wirklich präsent sind, weil Sie sie für so selbstverständlich halten. Sind sie aber nicht! Nehmen sie zu Ihrem Kompetenz-/Stärkenprofil auch noch Ihre kognitiven, kommunikativen und soziale Kompetenzen sowie Selbstkompetenz und allgemeines Basiswissen mit dazu. Dann ist es perfekt.

Haben Sie all Ihre Eigenschaften, Fähigkeiten, Kompetenzen, Kenntnisse und Interessen aus Ihren Tätigkeiten, die zu Ihrem Erfolg beigetragen haben, zusammengestellt, steht am Ende Ihr persönliches Stärkenprofil und Sie werden staunen, wie viel Kompetenzen in Ihnen stecken.

Tipp: Dieses Profil können Sie jederzeit für Bewerbungsgespräche, Mitarbeiter- und Beurteilungsgespräche verwenden.  Aktualisieren Sie es regelmäßig, dann haben Sie Ihr Profil immer auf dem neuesten Stand. Und Kompetenzen werden eher mehr als weniger 😉

 

Sind Sie zufrieden mit dem, was Sie tun?

Wir wissen, dass Menschen, die im Berufsleben alles geben und ihr Privatleben vernachlässigen, nicht zwangsläufig zufriedener sind. Bei der Standortbetrachtung geht es also nicht nur um Ihre Berufsperspektiven und fachlichen Stärken, sondern ganz wichtig auch um Ihre Bedürfnisse im Privatleben, Ihr persönliches Wohlbefinden.

 

Setzen Sie sich dazu mit den Fragen

  •  Tun Sie das, was Sie gut können, auch gerne? und
  • Wie bewerten Sie Beruf und Arbeit gegenüber anderen Lebensbereichen?

auseinander.

 

Haben Sie Ihre Fähigkeiten analysiert, sagt das etwas über Aufgabengebiet und Funktion aus, die am besten zu Ihnen passen. Entsprechen die Aufgaben und Tätigkeiten, die Sie gegenwärtig ausüben, nicht Ihren Bedürfnissen, spricht das möglicherweise für einen Stellenwechsel. Vielleicht ist aber auch nur eine Veränderung des Aufgabenbereichs möglich und notwendig. Bedenken Sie, nicht jedes Tätigkeitsfeld passt zu jedem Menschen. Eine Ursache für Ihre berufliche Unzufriedenheit kann auch in der Abneigung gegenüber Ihrer Branche liegen. Überlegen Sie, ob Sie sich mit dem Unternehmen und den Produkten identifizieren? Würden Sie diese Produkte selbst nutzen/kaufen? Wenn das nicht so ist, sollten Sie einen Wechsel Ihrer Branche erwägen.

 

Als Berufseinsteiger können Sie Ihr Motivprofil nutzen, um von vornherein nach einer passenden Stelle zu suchen, die nicht in Widerspruch zu Ihren eigenen Bedürfnissen steht. Auch wenn die Jobsuche auf diese Art länger dauert, es lohnt sich doch, eine Tätigkeit zu finden, die eine größtmögliche Zufriedenheit mit sich bringt. Vor allem suchen Sie nun viel gezielter und arbeiten nicht eine Masse an Stellenanzeigen ab. Beides macht viel Arbeit, aber das intensivere und passgenauere Suchen lohnt sich mehr.

 

Ihre Werte bestimmen Ihr Handeln. Was und wer ist Ihnen im Leben und an der Arbeit wichtig?

Ihre persönliche Lebensphilosophie oder Lebensprinzipien sagen auch etwas über den Stellenwert der Arbeit in Ihrem Leben aus. Vielen Menschen ist es wichtig, dass die persönlichen und beruflichen Wünsche im Einklang miteinander stehen, wenn nicht, geraden sie in einen Wertekonflikt. Der kann auf Dauer unzufrieden oder sogar krank machen.

Ihre persönlichen Werte und Ihre innere Haltung prägen Ihr Verhalten und wie Sie mit anderen Menschen in Ihrem beruflichen und privaten Umfeld umgehen und klarkommen. Daraus leitet sich ab, was Sie von anderen in Bezug auf sich selbst erwarten.

„We value, what we want and we want, what we value“. Wir schätzen, was wir wollen und wir wollen, was wir schätzen (Steven Reiss, Psychologe). Da ist etwas Wahres dran. Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, was Sie an Ihrer Arbeit schätzen und was Sie gerne für Ihre Arbeit zurückbekommen möchten? Was ist Ihnen in Bezug auf Ihre Arbeit wichtig? Ist es Geld? Ist es Anerkennung, Macht oder Unabhängigkeit? Lieben Sie den Austausch mit Kollegen? Haben Sie ein Bedürfnis nach Ordnung oder kreativen Ausdrucksmöglichkeiten? Sind Sie leistungs-, wettbewerbs-, hilfs- und pflege- oder familienorientiert?

 

Warum gehen Sie zur Arbeit? Was motiviert Sie morgens aufzustehen?

Um die Frage des Jobwechsels beantworten zu können, ist es wichtig, dass Sie Ihre Ambitionen und Motivation klären. Was treibt Sie an bzw. morgens aus dem Bett?

Indizien für Ihren inneren Antrieb finden Sie in Ihren spezifischen Verhaltensweisen oder – umgekehrt betrachtet - in den Verhaltensweisen und Situationen, die Sie ablehnen. Manchmal ist diese Betrachtung einfacher ;-).

Betrachten Sie einmal Ihr bisheriges Leben und überlegen Sie, nach welchem Muster haben Sie in unterschiedlichen Situationen und bei Entscheidungen gehandelt? In diesem Muster spiegelt sich Ihre innere Motivation wider.

 

Durchleuchten Sie die Rahmenbedingungen der Arbeit

Sie sind mit Ihrem Job unzufrieden – das kann auch an den Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz und im Unternehmen liegen. Ihre Arbeitsumgebung hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf Ihre Zufriedenheit und Gesundheit. Sie kann Sie anspornen etwas zum Besseren zu verändern. Sie können z. B. sich durch eine Weiterbildungsmaßnahme qualifizieren und damit eine andere Stelle in Ihrem Unternehmen finden. Sie kann aber auch demotivieren.

Betrachten und analysieren Sie die Rahmenbedingungen Ihres Arbeitsplatzes genau und Sie werden erkennen, was sich verändern lässt und was nicht. Unabänderliche Rahmenbedingungen sollten entsprechend bewertet und behandelt werden.

 

Nach dem Motto: „Love it, change it or leave it“ haben Sie drei Möglichkeiten, wenn Ihnen die Arbeitsbedingungen nicht gefallen:

  • Love it               Sie ändern Ihre Einstellung zu den Arbeitsbedingungen und akzeptieren sie wie sie sind
  • Change it            – Sie tragen dazu bei, dass sich die Bedingungen ändern
  • Leave it               – Sie verlassen die Arbeitsbedingungen, suchen sich etwas Neues

Machen Sie sich also klar, mit welchen Aspekten der Arbeitsgestaltung Sie leben können und mit welchen Sie keinesfalls leben wollen, zum Beispiel aufgrund gesundheitlicher oder seelischer Beschwerden. Sind Sie konsequent und nutzen Sie eine der drei Möglichkeiten, denn sich weiterhin ärgern oder meckern ist keine Option und gefährdet Ihre Gesundheit.

 

Wann macht ein Jobwechsel für Sie Sinn und wann nicht?

 

Stehen Sie in Ihrem jetzigen Job vor unüberwindlichen Problemen?

Ist Ihre jetzige Situation (objektiv betrachtet) für Sie sehr belastend? Werden Sie gemobbt oder kommen Sie mit einigen Persönlichkeiten nicht zurecht, obwohl Sie sich so gut es geht bemühen oder demotiviert Sie die Arbeit mit Ihren unmotivierten Kollegen?

Falscher Film? Fühlen Sie sich in Ihrem Job deplatziert? Haben Sie den Eindruck, nicht Sie selbst zu sein, eine Rolle zu spielen?

Dann können Sie einen Jobwechsel erwägen.

 

Vorsicht, wenn Sie nicht wissen, ob und in welchem Job alles anders wäre!

Dann ist das ein Indiz dafür, dass Sie möglicherweise mit universellen Problemen der Berufswelt kämpfen und ein Jobwechsel eventuell sogar eine Enttäuschung bedeuten könnte.

Klären und hinterfragen Sie grundsätzlich, ob es sich bei Ihrer beruflichen Unzufriedenheit um Konflikte handelt, die sich wiederholen. Wiederholen sich gewisse Konflikte und Probleme, ergeben sie ein Muster. Dieses Muster wird sich so lange wiederholen, bis Sie es auflösen.

Überlegen Sie genau, womit Sie in Ihrem Job unzufrieden sind? Versetzen Sie sich in eine konkrete Situation aus Ihrem Arbeitsalltag, in der Sie sich besonders geärgert haben. Wer genau war an dieser Situation beteiligt und was haben der/die Beteiligten getan? Wie haben Sie reagiert und was haben Sie dabei gefühlt? Welche Aussage oder Handlung hat dieses Gefühl in Ihnen ausgelöst?

 

Wir alle wissen, dass es im Berufsleben nicht „den heilsbringenden“ Job oder den idealen Umgang mit Menschen gibt. Es lohnt sich, sich das vor Augen zu führen, vor allem auch das eigene Verhalten zu sehen und zu reflektieren.

Unsere Befindlichkeiten sind immer aus unserer eigenen Perspektive betrachtet und beziehen sich auf uns direkt. Deswegen ist es manchmal auch sinnvoll, die Metaebene einzunehmen und es aus einer anderen Perspektive zu betrachten: Bin nur ich betroffen oder auch andere Kollegen? Halten Sie sich vor Augen, dass die Probleme, die der Umgang mit Menschen grundsätzlich mit sich bringt, erhalten bleiben – ob Sie Ihren Job wechseln oder sich selbstständig machen.

 

Fit für Ihre berufliche und persönliche Standortbestimmung?

Es freut mich, wenn ich Interesse und Motivation für dieses Thema bei Ihnen wecken konnte und Sie sich in diesem Artikel wiederfinden und loslegen, um Ihren beruflichen und persönlichen Standort zu bestimmen. Eine spannende und interessante Arbeit!

Ich weiß auch, dass die Motivation das eine ist, die Arbeit daran mit all ihren Hürden im Alltag oft aber schwer wird und dann wieder zu Demotivation führen kann.

Haben Sie Interesse, Ihren persönlichen und beruflichen Standort zu bestimmen und benötigen dabei Unterstützung oder Feedback, biete ich Ihnen meine Begleitung über ein Online-Coaching an:

  • Ich liefere Ihnen die Fragen, die es gilt zu betrachten und zu beantworten und gebe Ihnen Feedback und Anstuppser innerhalb von 48 Stunden
  • Ich gebe Ihnen ein Tool an die Hand, dass Sie 24 Stunden und 7 Tage die Woche nutzen können
  • Sie können sich Ihre Arbeit an ihren Zielen frei einteilen, egal wo Sie sind
  • Sie können jederzeit beginnen, brauchen keine Fahrtzeiten und festen Termine einplanen, da keine Präsenzzeit erforderlich ist
  • Kommen Sie an einen Punkt, wo Sie gerne einen persönliches Präsenztermin vereinbaren möchten, dann machen wir das

 So und jetzt viel Spaß bei Ihrer Standortbestimmung!                        

 

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