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Hard und soft skills - ziehen Sie jetzt Ihre persönliche Stärken-Bilanz!

Artikel 3 der Serie „Neustart - Krise als Chance“

 

Nicht nur die Harten kommen in den Garten

Hard und soft skills - ziehen Sie jetzt Ihre persönliche Stärken-Bilanz!

 

Eine gute Nachricht vorab: Sie sind weit mehr als die Summe Ihrer formalen Qualifikationen! Ihre Kompetenzen setzen sich zusammen aus Ihrem Wissen, Ihren Qualifikationen, Erfahrungen, Fähigkeiten, Fertigkeiten, aber auch Ihren persönlichen Einstellungen und Ambitionen. Nicht zu vergessen: auch aus dem, was Sie motiviert. Nachdem wir im vorhergehenden Artikel die grundlegende Bedeutung Ihrer Werte beleuchtet haben, geht es diesmal um die Bilanz Ihrer Stärken.

 

Richten Sie einmal Ihren Blick nach innen mit diesen einfachen, aber elementaren Fragen, um Klarheit zu erlangen:

  • Was kann ich gut?
  •  Gibt es „rote Fäden“, die meinen Werdegang bisher geprägt haben?
  •  Was mache ich gerne?
  • Was will ich weitermachen?
  •  Was möchte ich nicht mehr machen?
  • Was möchte ich neu dazulernen?

Bei Begriffen wie Qualifikation und Kompetenz denken viele in erster Linie an rein fachspezifische Kenntnisse und Fertigkeiten. Doch das ist weit gefehlt! Um uns die Bedeutung von Schlüsselqualifikationen, den sogenannten „soft skills“, klarzumachen, genügt schon folgendes kleines Szenario:

 

Sie sind Chefredakteur/in einer populärwissenschaftlichen Fachzeitschrift und haben vor drei Monaten zwei Mitarbeiter zur Probe in Ihr Team aufgenommen: 

  • Redakteur A hat mit summa cum laude promoviert und kann mit einer beeindruckenden wissenschaftlichen Publikationsliste aufwarten. Nun kommt er jedoch immer wieder unvorbereitet in Redaktionssitzungen und wenn er sich überhaupt an Gesprächen beteiligt, verwirrt er die Anwesenden mit überdrechselt hyperwissenschaftlichen und sarkastisch-ironischen Statements. Sein Zeitmanagement ist planlos, er packt allgemein unstrukturiert seine Aufgaben an, zerfasert sich im Multitasking, kann Deadlines nicht halten, wirkt oft fahrig und fällt durch eine eigenbrötlerische, wenig kommunikative Haltung auf. Fortbildungsangebote sind für ihn ein rotes Tuch. Er hasst Social Media und Präsentationen. Seine Webcam ist während Videokonferenzen nicht nur ausgeschaltet, sondern grundsätzlich zugeklebt.
  • Redakteur B ist Quereinsteiger mit Bachelor-Abschluss. In Meetings und Videokonferenzen erscheint er gut vorbereitet und interessiert, bringt lösungsorientierte Vorschläge ein, hört anderen zu und präsentiert seine Ideen sehr engagiert und für alle gut verständlich. Seine Aufgaben geht er zielgerichtet und strukturiert an, er hält Abgabefristen ein, weiß Prioritäten zu setzen und die tägliche E-Mail- und Informationsflut zu filtern. Chancen zur geistigen Horizonterweiterung sind ihm stets willkommen. Dank seines umsichtigen Zeitmanagements schafft er sich Freiraum für zielgerichtete Fortbildungsmaßnahmen.

 Wen werden Sie wohl nach der Probezeit in ein festes Arbeitsverhältnis übernehmen?

 

Ja, es mögen überspitzte Beispiele sein, aber sie verdeutlichen, wie wichtig die „weichen“ Fähigkeiten im Berufsleben sind. Nicht selten heißt es: soft skill schlägt hard skill. Redakteur A mag zwar ein Wissenschaftscrack sein, ganz offensichtlich fehlen ihm jedoch wichtige Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Kommunikationskompetenz, Organisationsvermögen, Medienkompetenz, Einfühlungsvermögen, strukturiertes Arbeiten, Lernbereitschaft. Tatsächlich ist er aber vor allem eines: in diesem Team und mit diesem Aufgabenbereich ganz einfach fehl am Platz. Ergebnis: Redakteur A und sein Arbeitgeber sind gleichermaßen unzufrieden.

 

Nun ist ein Allroundpaket an Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenzen nicht jedem gegeben. Fragen Sie sich daher selbst einmal: Wo liegen hier Ihre persönlichen Highlights? Können Sie sich gut organisieren oder liegen Ihre Stärken vor allem im kommunikativen Bereich? Können Sie Ihrem Gegenüber interessiert zuhören? Würden Sie sich als empathisch bezeichnen? Sind Sie offen für Neues? Fällt Ihnen Informationsmanagement leicht? Wie sieht es aus mit Ihren zwischenmenschlichen und interkulturellen Kompetenzen, mit Eigeninitiative oder unternehmerischer Kompetenz?

 

Machen Sie sich ein eindeutiges Bild von Ihrem Kompetenzprofil – und dann wuchern Sie ruhig mit Ihren Pfunden! Denn potentielle Arbeitgeber achten ganz besonders auf die „weichen“ Schlüsselqualifikationen der Bewerber/-innen. Nicht anders ist es, wenn Sie den Sprung in die Selbständigkeit anvisieren, denn hier ist der Kunde Ihr Arbeitgeber.

 

Und seien Sie nicht betrübt, wenn Sie hier Defizite an sich entdecken. Auch im Bereich der „weichen“ Fähigkeiten ist Fortbildung und gezieltes Training möglich. Wie wäre es z. B. mit einem Online-Seminar über Zeit- und Informationsmanagement oder Kommunikation im Team?

 

Aber die Frage, in welche Richtung Sie sich weiterbilden möchten, führt bereits in einen Themenbereich, dem wir uns im nächsten Monatsbeitrag widmen werden. Im April geht es nämlich anhand des von Ihnen erarbeiteten Profils Ihrer Werte, Stärken und Interessen um Ihre konkrete berufliche Zielfestlegung: Wohin soll die Reise gehen und welches Equipment muss ich mir dafür zusammenstellen?

 

Petra Schreiber & Team

 

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(Karl Lagerfeld)

 

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Petra Schreiber hat sich verpflichtet, nach den ethischen Richtlinien und im Sinne des Berufskodex für die Weiterbildung des Forum Werteorientierung in der Weiterbildung e.V. zu handeln und bin dadurch berechtigt, das Siegel "Qualität - Transparenz - Integrität" zu führen.


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