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Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg

Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg (Laotse)

 

Ein einfacher, weiser Spruch, aber leichter gesagt als getan - besonders, wenn man sich beruflich neu orientieren will. So viel steht bereits fest: Wir können nur dann wirklich gut und langfristig erfolgreich sein, wenn wir das, was wir machen, auch wirklich gerne machen. Nachdem Du nun Deine Stärken, Werte, Interessen erforscht und vor Dir fein säuberlich ausgebreitet hast, geht es jetzt daran, mit diesen Zutaten Dein Leibgericht zu kochen. Vom theoretischen Wünschen kommen wir ins strategische Planen und Umsetzen – denn ein Wunsch ändert nichts, ein Entschluss ändert alles. Dabei sollte die Kernfrage „Was will ich wirklich?“ auch immer gekoppelt sein mit der zweiten Überlegung „Welchen Schmerz, welchen Nachteil, welchen Verzicht will ich in Kauf nehmen?“

 

Natürlich wissen wir alle, dass man vom gemütlichen Sofa aus kaum seine berufliche Erfüllung findet. Aber nur zu gern vermeiden wir neben dem visionären Fokus auch den konkreten Blick auf die Stolpersteine, wie Enttäuschungen, große Anstrengungen, Zweifel, Frust, Entbehrungen, Rückschläge. Welchen Preis bist Du bereit zu zahlen? Welche Hürden sind zu bewältigen, z. B. Weiterbildung wegen fehlender Qualifikationen? Hast Du genügend Kraft und Motivation dafür? Wo und wie könntest Du Dir Unterstützung und Rat holen?

 

Stelle Dir eine Liste zusammen, um Dir das Für und Wider einer oder mehrerer Entscheidungen bewusst zu machen. Hier gilt es, einerseits konkrete Argumente und andererseits das Bauchgefühl, die intuitive Stimme gleichermaßen zu Wort kommen zu lassen. Angenommen, du bist schon Profi in dem anvisierten Beruf. Versuche Dich in die entsprechende Alltagssituation hineinzuversetzen. Wie fühlt es sich an? Es bringt nichts, wenn Du eine Menge vernünftiger Gründe zusammenträgst, die für Ziel A sprechen, z. B. Berufsperspektiven, Arbeitsumfeld, Vergütung, wenn die bildhafte Vorstellung der ganzen Situation nicht mit einem entspannten, freudigen, guten Gefühl verbunden ist.

 

Das Abwägen der knallharten Fakten mit unseren Empfindungen ist nicht immer einfach. Hier empfehle ich immer ein professionelles Beratungsgespräch zu suchen. Die Betrachtung aus verschiedenen Perspektiven kann aus so manchem Tunnelblick herausführen und für mehr Klarheit sorgen.

 

Grundsätzlich sind unsere Werte, Interessen und Stärken schon sehr verlässliche Wegweiser. Wichtig ist, dass wir im Meer der Möglichkeiten einen konkreten Punkt festlegen, den wir erreichen wollen.

 

Denn: „Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige.“

(wird Seneca zugesprochen, ist aber nicht belegt, ist aber trotzdem gut ;-))

 

Herzlichst Ihre

Petra Schreiber

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Petra Schreiber hat sich verpflichtet, nach den ethischen Richtlinien und im Sinne des Berufskodex für die Weiterbildung des Forum Werteorientierung in der Weiterbildung e. V. zu handeln und bin dadurch berechtigt, das Siegel "Qualität - Transparenz - Integrität" zu führen.